Hanna Jansen: Herzsteine

Peter Hammer Verlag, 194 Seiten; 14,90 Euro ab 14 Jahren.

Sam soll von Hamburg nach Sylt ziehen – eine Katastrophe. Verlängerte Ferien, versucht er sich einzureden. Doch es steckt mehr dahinter. Sams Mutter Fe geht es nicht gut und sie braucht dringend einen Ortswechsel, denn in letzter Zeit wirkt sie immer abwesend und wird von Alpträumen geplagt.

Sams Mutter stammt aus Ruanda, vor 17 Jahren ist sie von dort geflohen und Sam und sein Vater vermuten, daß ihr Zustand mit dem dort erlebten zusammenhängt. Doch eigentlich wissen sie nichts genaues, denn Fe schweigt über ihre Vergangenheit und hat selbst keine Worte dafür.

In seiner neuen Schule freundet sich Sam mit Enna an. Bei ihr findet er Freundschaft, Zuneigung und Verständnis. Mit Enna kann er über alles reden und sie verbringen viel Zeit miteinander.

„Zu jedem Menschen gehört ein ganz bestimmter Stein, wenn Du deinen findest fängt etwas neues an“ sagt Enna.

Eines Tages überschlagen sich die Ereignisse, Sams Mutter verschwindet. Als sie wieder auftaucht wirkt sie so klar und entschlossen wie schon lange nicht mehr. Sie möchte nach Ruanda reisen.

Ein halbes Jahr später besucht Sam seine Mutter und für ihn beginnt eine spannende Reise. Sam und seine Mutter kommen sich näher und er beginnt zu verstehen was sie im Inneren bewegt und erfährt dadurch eine Menge über sich selbst.

Die Autorin Hanna Jansen kam über ihre 11 Pflegekinder dazu sich intensiv mit Ruanda auseinanderzusetzen. So erzählt sie einfühlsam und spannend aus der Perspektive eines Jugendlichen.

Eine berührende Geschichte des Erwachsenwerdens und der Auseinandersetzung mit den Eltern und den eigenen Wurzeln.