Julien Barnes: Der Lärm der Zeit

Kiepenheuer & Witsch, 256 Seiten, 20,00 €
Ein (fiktionales) Werk über einen großartigen Komponisten und seine Begegnungen mit der Macht: Julian Barnes schildert Dimitri Schostakowitschs Leben in der Sowjetunion, zwischen 1936 (hier droht ihm nach einem vernichtenden Urteils Stalins die Deportation) und 1960 (als es Chruschtschow gelingt, ihn zu einem Teil des Apparates zu machen).

Durch die sensible, ernsthafte und nachvollziehbare Darstellung erfährt man, wie der Musiker Schostakowitsch versucht, sein Selbstverständnis als Künstler aufrecht zu erhalten, wie er in die Mühlen der Politik gerät und nach seinem Platz in der Gesellschaft sucht. Ein wunderbar erzählter historischer Künstler- und Gesellschaftsroman, aktueller denn je. (Aus dem Englischen von Gertraude Krueger)