William Boyd: Die Fotografin

Berlin Verlag, 556 Seiten, 24,00 €

Boyd erzählt das Leben von Amory Clay. Sie ist Engländerin und eine der ersten Profi-Fotografinnen. Mit sieben Jahren hält sie ihre erste Kamera in der Hand. Schon früh, angeleitet von ihrem Onkel, wird die Fotografie zu ihrer großen Leidenschaft.

In den Zwanzigern geht sie als junge Frau nach Berlin, fotografiert in Clubs und mit diesen Bildern, wieder zurück in England, wird ihre erste Ausstellung zum Skandal. New York ist für kurze Zeit ihr nächstes Ziel, bevor sie sich als Kriegsfotografin in England und Frankreich einen Namen macht und den Sieg über Nazideutschland hautnah miterlebt. Sie fotografiert Gesichter, müde von Kampf und Tod. Als ihr nach dem Krieg das Leben in England zu ruhig verläuft, kämpft sie um eine Stelle als Kriegsreporterin in Vietnam.

Amory ist mit der Kamera oft mittendrin, doch lieber fotografiert sie am Rand der Kampfzone. In ihrem Leben gibt es drei Männer – ihren Vater, ihren Bruder und ihren Ehemann- die alle schwer beschädigt oder traumatisiert werden durch den Krieg.